Allein auf Facebook haben sich über 4500 Teilnehmer angekündigt. Dabei wollten die GEMA-Mitglieder im Frannz eigentlich ungestört feiern. Die Gegner befürchten hingegen die Zerstörung der Clubkultur. Beispielkalkulationen ergeben Tarifsteigerungen von bis zu 2000 Prozent. Die Online-Petition gegen die Tarifreform hat inzwischen über 150.000 Unterzeichner.

Flyer der Kritiker
Trotz offenkundigen wirtschaftlichen Irrsinns ihrer neuen „Tarifstrategie“ gibt sich die GEMA gewohnt kaltschnäuzig. Jeder Veranstalter könne das Geld ja bis zur Klärung durch die Schiedsstelle (die Jahre dauern kann) auf einem Sperrkonto deponieren, erklärt GEMA-Sprecherin Gaby Schilcher gegenüber der Berliner Zeitung. Wo das Geld herkommen soll, erklärt sie hingegen nicht.
Das Aktionsbündnis „Initiative Fairplay“ will mit „bunten Menschen“ und mehreren Soundsystemen vor dem Frannz-Club feiern. In der Sache geben sich die Veranstalter eher moderat und stellt die wirtschaftliche Bedeutung der Clubkultur in den Vordergrund - schließlich sucht man das Bündnis mit der Politik. Das deutsche Urheberrecht mit den viel kritisierten Schutzfristen von über 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers wird als „unbestritten als eines der besten der Welt“ gewürdigt – kein Wort zur Kriminalisierungspraxis der Contentindustrie gegenüber Filesharern, kein Wort zur anti-demokratischen Struktur der GEMA. Am besten soll also alles beim Alten bleiben? Das müsste der GEMA eigentlich ganz gut schmecken.
// Doch auch Piraten-Partei hat sich angekündigt und formuliert deutlich schärfere Kritik an dem Verwertungsmonopolisten.
Das Motto der Demo lautet “Gemeinsam gegen GEMAinheiten”.
Ort: Vor dem Frannz Club, Prenzlauer Berg
Zeit: Montag, 25.06.2012 ab 18:00
schon allein die unterstellung der gema - sprecherin, dass landauf, landab nur dieter bohlen gehört würde, ist eine beleidigung vieler bürger in unserem land – diesen, vom selbsternannten marcel-reich ranitzki der deutschen popkultur inszenierte niveaulimbo finde ich persönlich peinlich und viele andere auch !!!
Wer Stellungnahmen der GEMA in den letzten Jahren verfolgt hat, wird sich kaum über die maßlose Arroganz im Auftreten ihres Personals wundern. Es wäre erfreulich, wenn sich durch die aktuelle Debatte um die “Tarifreform” auch unter den GEMA-Mitgliedern herumspricht, mit was für Leuten sie zusammenarbeiten. Denn diese Reform ist lediglich die Spitze eines Eisbergs.